Literaten gegen die WAA

Ein Beitrag von Frierich Brandl

Hier wird auf die Frage eingegangen, ob Literatur etwas bewegen kann und was bezweckt Literatur? Dazu werden viele weitere Themen aufgegriffen.
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Publizistische Beiträge


Auch publizistisch waren Vertreter des WAA-Widerstandes tätig und dokumentierten den Kampf gegen die WAA und die damit verbundenen Aktionen, wie die folgende alphabetische Auflistung von Zeitschriften-Titeln belegt: Atom-Express - Atommüll Zeitung – Atom - Anti Atom Aktuell - Der Atommüll Motzer - Bavaria
Grün - Berliner Luft-Zeitung - das Blaulicht - Blickpunkt Entsorgung - Blickpunkt Bayern – clockwork - CSU Kurier - DWW Aktuell - Energie Bote - Energie Impuls - Energie Story (Lexikon) – Friedenszeitung – grünspan – KKG - Der Kreiskurier - neue Argumente - der Oberpfälzer - Oberpfalz Initiativ - Plattform-News - Presse-Info - Radi Aktiv - R.A Prozess Info - „der Republikaner“ - Schwandorfer Allgemeine - der Staatsbürger - Stattblatt (Regensburg) – Strahler - Strom aktuell - t & m - Unser Landkreis – Volkszorn – Wir - Wir sind – Zaunloch - 5 vor 12.

Beispielhaft hervorgehoben sei hier der „Strahler“ der BI Nittenau, der von seinem hauptsächlichen Autor, dem damaligen Gymnasiallehrer Dieter Kirpal in Eigenregie herausgegeben wurde. Vom „Strahler“ erschienen von Mai 1982 bis Juni 1989 34 Hefte. Mitarbeiter waren lediglich Max Heigl, ein Kollege von Kirpal und des Letzteren Ehefrau, eine Grundschullehrerin in Nittenau, als Graphikerin der Zeitschrift. Der „Strahler“ erschien in einer Auflage von 500 bis 900 Exemplaren, wurde zunächst im Kollegenkreis und anschließend bei Demonstrationen und anderen Anti-WAA-Veranstaltungen verkauft. Dieter Kirpal reagierte in seinen Artikeln im „Strahler“ zumeist auf konkrete Anlässe, widmete einzelne Hefte aber auch bestimmten Themenbereichen. Was die Inhalte und den Tenor des „Strahlers“ anbelangt waren die Hefte, bis heute wertvolle Zeitdokumente, eine gelungene Mischung aus Information (auf hohem Niveau) und Satire. In vielen anderen Zeitschriften, aber auch auf entsprechenden Ausstellungen fanden sich regelmäßig Karikaturen, Graphiken und Holzschnitte verschiedener engagierter Künstler, so etwa von Josef Leonhard Krancher und dem Anfang der 1980er Jahre in Regensburg lebenden Horst Meister, der einen 10-teiligen "Schwandorfer Totentanz" entwarf, der verschiedentlich auch ausgestellt wurde.
Nicht unerwähnt bleiben dürfen auch drei liebevoll gestaltete Anti-WAA-Kalender, die von der Amberger BI und dem Bund Naturschutz Bayern e.V. herausgegeben wurden und von Friedrich Brandl, Herbert Grabe und Günter Moser gestaltet und redaktionell betreut worden waren.

Abbildung entnommen aus Lesebuch WAA