Zu einem zweiten gerade auch kulturellen Zentrum des Anti-WAA-Widerstands neben der Oberpfalz wurde Mitte der 1980er Jahre die österreichische Landeshauptstadt Salzburg, die insofern eine besondere Rolle spielte, als es hier einen breiten, engagierten und phantasievollen Widerstand gegen die Atomenergie gab und Salzburg als „Mozartstadt“ ohnehin ein kulturelles Zentrum internationaler Solidarität darstellte, wo viele diesbezügliche Kontakte existierten und den Widerstand beförderten. Auch fand der Widerstand hier Unterstützung seitens vieler Vertreter sowohl der offiziellen österreichischen Landes- als auch Bundespolitik.


Zu einem ersten Höhepunkt der politischen und kulturellen Auseinandersetzungen kam es im Jahr 1986, als der Super-Gau im ukrainischen Tschernobyl am 26. April dieses Jahres breite Teile der Bevölkerung und eben auch sehr viele Künstler aller Richtungen und Genres für den Widerstand sensibilisierten. Gerade auch das arrogante und uneinsichtige Verhalten seitens der bayerischen Staatsregierung bzw. des bayerischen Ministerpräsidenten F.J. Strauß angesichts der österreichischen Bedenken wirkten hier noch befördernd auf den Anti-WAA-Widerstand vieler Menschen.

 

Downloads zur Salzburger Anti-WAA-Bewegung (pdf)

Seite 01 - 12

(Das Tschernobyl-Jahr 1986, Protest nach Noten, Presseartikel zum Thema, Die „Salzburger Protestspiele“ vom Juli 1986, "Massensterben", u. a.)

Seite 13 - 26  
(Aktionen angesichts der „Salzburger Protestspiele“ 1986, Pressemitteilungen, Künstler gegen Wackersdorf 1986, 1987er Aktionen der Salzburger WAA-Gegner, u. a.)

Seite 27 - 46

(Österreichisch-bayerischen Unstimmigkeiten, Demonstration im Urlaubsort des deutschen Bundeskanzlers Kohl, Kunst und Kreativität gegen Atom-Lobby, Atomenergie und Endzeitangst, WAAhnsinnszeiten, Schauspieler, Kabarettisten, SängerInnen, MusikerInnen und Musikformnationen u. v. a.)

 

Fundus zum Salzburger Anti-WAA-Kampf, Teil 1

Fundus zum Salzburger Anti-WAA-Kampf, Teil 2